Drohnographie bezeichnet die fotografische und filmische Arbeit mit Kameradrohnen. Der Begriff verbindet Drohne und Fotografie und steht für die gezielte Nutzung von Fluggeräten, um Bilder und Videos aus der Luft aufzunehmen. Dabei geht es nicht nur um Technik, sondern auch um Bildgestaltung, Perspektive, Licht, Sicherheit und den verantwortungsvollen Umgang mit Luftraum, Menschen und Umwelt.

Kurz gesagt: Drohnographie ist Luftbildkunst mit System – eine Mischung aus Fotografie, Flugpraxis und kreativem Sehen.


Meine eigenen Erfahrungen:

Irgendwann hab ich diese Dinge im Internet gesehen und wollte auch sowas haben. Nach dem Betrachten einiger Werbevideos viel meine Wahl auf ein No-Name-Produkt für 79 Euro, dass laut Herstellervideo besonders stabil war- Selbst Abstürze konnten dem Ding nichts anhaben. Soweit die Werbung. In der Realität sah es so aus, dass die Drohne zwar unkaputtbar war, aber nur eine Flugzeit von nicht einmal 3 Minuten hatte. Dann fiel sie runter, wie ein Stein, egal wo sie war. Immerhin hatte sie alle Abstürte überlebt.

Der nächste Versuch, etwas teurer, aber nicht viel besser. Das Teil wurde mit dem Smartphone verbunden, allerdings über W-lan und hatte kaum Reichweite, außerdem stürzte auch diese Drohne andauernd ab.

Eigentlich hatte ich nun "die Schnauze voll" und verwarf den Gedanken an schöne Luftaufnahmen - bis ich irgendwann ein Youtube-Video einer "richtigen" Drohne sah. Dieses Mal investierte ich über 1000 Euro, dann war sie da, die neue Drohne. Taglang stand das Teil im Wohnzimmer, ich hatte es mit dem Smartphone verbunden, die Kamera funktionierte einwandfrei. Dann hatte ich den Mut zu einem ersten Test. Abgestürzt ist sie nicht, die Neue. ABER: nach ein paar Metern Flug kam eine Fehlermeldung und die Drohne kam zurück und landete. Das wiederholte sich einige Male, bis ich frustriert nach Hause fuhr. Ein paar Tage später erfuhr ich dann, dass dieses Drohnenmodell ein Problem mit dem USB-Stecker an der Fernbedienung hatte und ich besorgte mir ein neues Kabel.

Einen Tag später der nächste Versuch. Ein zaghafter Start, dann die Meldung, dass der Startpunkt aufgezeichnet sei und: Holla die Waldfee ! Alle meine Erwartungen wurden um ein Vielfaches übertroffen und ich stellte fest, dass mein Geld gut angelegt war.


 

Die Arbeit mit Fotodrohnen macht vor allem deshalb Spaß, weil sie völlig neue Perspektiven eröffnet: Motive lassen sich aus der Vogelperspektive entdecken, Linien und Formen werden sichtbar, und selbst bekannte Orte wirken plötzlich spektakulär. Das Fliegen, Komponieren des Bildes und der perfekte Moment in Licht und Höhe verbinden Technik mit Kreativität.

Gleichzeitig ist Verantwortung gefragt: Wetter, Akkustand und Umgebung müssen im Blick bleiben, Menschen dürfen nicht gefährdet oder ungefragt gefilmt werden, und geltende Flugregeln sind einzuhalten. Wer diese Punkte beachtet, erlebt Drohnografie als sichere, inspirierende Mischung aus Fliegen, Fotografieren und bewusstem Natur- und Stadterlebnis.


 

Ursprünglich wurden Drohnen vor allem militärisch und industriell eingesetzt. Ab den frühen 2000er-Jahren kamen erste zivile Multicopter auf den Markt – noch groß, laut und technisch begrenzt. Mit leistungsfähigen Akkus, GPS, Stabilisierungssystemen und immer besseren Kameras begann dann der Durchbruch für Hobby- und Profianwender. Firmen wie DJI machten Drohnen kompakter, zuverlässiger und bezahlbar – heute sind sie fliegende Hightech-Plattformen mit Hinderniserkennung, automatischen Flugmodi und beeindruckender Bildqualität.

Kurz gesagt: In nur wenigen Jahren haben sich Drohnen von einfachen Fluggeräten zu präzisen Werkzeugen für Fotografie, Film und kreative Luftbildkunst entwickelt.


Rechte & Pflichten beim Drohnenflug

Wer mit einer Kameradrohne fliegt, bewegt sich rechtlich im Luftverkehrsraum – entsprechend gelten klare Spielregeln:

Deine Pflichten

  • Drohne registrieren und mit eID kennzeichnen (zuständig: Luftfahrt-Bundesamt).

  • Sichtflug: Die Drohne muss grundsätzlich in direkter Sicht bleiben.

  • Höhenlimit: max. 120 m über Grund (außer mit Sondergenehmigung).

  • Sicherheitsabstände einhalten (Menschen, Straßen, Gebäude).

  • Keine Flüge über Menschenansammlungen.

  • Privatsphäre respektieren (Persönlichkeitsrechte, DSGVO).

  • No-Fly-Zonen beachten (z. B. Flughäfen, Einsatzorte, bestimmte Schutzgebiete).

Deine Rechte

  • Fliegen in erlaubten Gebieten, wenn alle Regeln eingehalten werden.

  • Fotografieren/Filmen aus der Luft – solange keine Personen identifizierbar aufgenommen werden oder eine Einwilligung vorliegt.


Luftfahrtrecht & EU-Regelung

Seit 2021 gilt in ganz Europa ein einheitliches Drohnenrecht unter Aufsicht der European Union Aviation Safety Agency (EASA).
Es teilt Drohnenflüge in Kategorien ein (offen, speziell, zulassungspflichtig) – für private Foto- und Videoflüge ist meist die „offene Kategorie“ relevant.

Drohnenführerschein (Kompetenznachweis)

Je nach Drohne brauchst du:

  • A1/A3-Nachweis (Online-Test): Für die meisten Hobby- und Fotodrohnen.

  • A2-Fernpilotenzeugnis (zusätzliche Theorieprüfung): Wenn näher an Menschen geflogen werden soll oder schwerere Drohnen genutzt werden.

Beides dient einem Zweck: Sicherheit im Luftraum und verantwortungsvoller Umgang mit Technik und Mitmenschen.


Regelmäßige Kontrolle und Wartung sind ein wichtiger Teil verantwortungsvoller Drohnenarbeit. Vor jedem Flug sollten Propeller, Gehäuse, Sensoren und Akkus geprüft werden, ebenso Kompass- und GPS-Status. Nach Einsätzen empfiehlt sich eine Sichtreinigung, das Nachziehen lockerer Teile und das korrekte Lagern der Akkus. Wer seine Drohne pflegt und kleine Defekte früh erkennt, erhöht nicht nur die Lebensdauer der Technik, sondern vor allem die Flugsicherheit.