2026 - weiter geht´s, jetzt im Rentnerleben
Saisonstart 2026 - wieder Remich - wieder hätte ich es wissen müssen...
In den letzten Jahren hatte "unser Dicker" immer in der warmen Werkstatt überwintert, ohne Frost, ohne Feuchtigkeit und mit Strom...
Seit ich mein Geschäft aufgegeben habe steht er nun in Zweibrücken, zwar überdacht und mit Strom, aber eben draußen. Nachdem wir zunächst einige familiäre Probleme lösen mussten, holten wir unser WoMo Anfang März ab und brachten es vor unsere Haustür um es sauber zu machen und einzuräumen.
Erste Überraschung: In einigen Schränken hatte sich Schimmel gebildet - ich hätte wissen müssen, dass man bei längerer Standzeit im Freien die Schranktüren offen lässt. Nun ja - es ist passiert und der Schaden hielt sich in Grenzen.
Donnerstag Nachmittag ging es dann los und wir fuhren nach Remich. Es war auch eine Art Probefahrt, denn unser Dicker hatte über Winter neue Filter, neue Reifen, Zahnriemen, Wasserpumpe und einiges mehr bekommen. Alles funktionierte einwandfrei!
Nun kam die nächste Sache zum Thema "ich hätte es wissen müssen" - das Wasser. Direkt nach der Ankunft am Stellplatz in Remich bemerkten wir eine größere Pfütze auf dem Boden vor der Heizung.... Bei genauerer Betrachtung stellte sich heraus, dass in unserem Wohnmobil eine Art Sollbruchstelle verbaut ist, an der sich der Wasserschlauch auseinanderdrückt, wenn´s mal zu kalt wird. 10 Minuten später war dieses Problem gelöst - ABER: Im Winter sollte man ein Wohnmobil eben nicht draußen stehen lassen, ohne das Wasser abzulassen - ich hätte es wissen müssen.
Freitags bemerkten wir dann, dass in der Besteckschublade Wasser stand und der Boden in der Nasszelle auch gut nass war. Diagnose: Die Wasserhähne vom Geschirrbecken und vom Handwaschbecken waren undicht. Die erste Überlegung war, die Fahrt abzubrechen und die defekten Wasserhähne in Amazonien zu besorgen. Dann ist uns aber eingefallen, dass wir ein paar Tage zuvor bei Camping-Berger in Kaiserslautern einen Katalog bekamen - in dem es auch Wasserhähne für Wohnmobile gab. Nach kurzem Internet-Check erfuhren wir, dass in Losheim eine Berger-Filiale ist, die unsere Wasserhähne vorrätig hat. Nun gut, der Weg nach Losheim gestaltete sich dank Maps nicht gerade einfach - aber wir kamen trotzdem gut an. Was soll ich sagen, freundliches Personal, große Auswahl - und fast 40 Euro billiger, als in Amazonien.
Nach erfolgreichem Einkauf und Mittagessen bei Globus fuhren wir zurück nach Remich und ich baute zunächst den Wasserhahn am Spülbecken ein - nächster Rückschlag. Eine kleine Schlauchschelle war überdreht und wurde nicht fest, aber in Remich kennen wir uns ja aus. Wir fuhren mit dem Bus zum Baumarkt und bekamen dort die Schellen. Den Hahn am Handwaschbecken baute ich dann Samstags ohne größere Probleme um - ein ausführlicher Test - alles dicht !
Wir verbrachten den Rest des Tages in Remich, ohne Stress, gaaanz locker. Sonntags fuhren wir dann nach dem Frühstück nach Metz und fanden dort einen Stellplatz direkt an der Mosel, nahe der Altstadt für 17,50 Euro. Der Platz war nicht gerade das, was man als luxuriös bezeichnet, es war eher ein Parkplatz mit der Möglichkeit, zu Entsorgen. Strom und Wasser gab es auch - allerdings gegen Aufpreis. Die Nähe zur Altstadt und das gute Wetter machten das alles wieder wett und wir verbrachten zwei schöne Tage dort.
Ursprünglich wollten wir Richtung Saargemünd /Saaralbe weiterfahren, entschlossen uns dank explodierender Spritpreise in Deutschland, wieder zurück über Luxemburg zu fahren. Wir tankten in Wasserbillig und fuhren dann weiter nach Trier - dort sollte eine riesengroße Berger-Filiale direkt neben dem Stellplatz sein. Groß war sie, riesengroß eher nicht und den größten Teil des unteren Stockwerks nahm die Gas-Grill-Ausstellung in Beschlag - was mit Camping nun mal gar nichts zu tun hatte. Wir kauften noch ein paar Kleinigkeiten, drehten noch eine Runde durch die trostlose Umgebung des Stellplatzes und beendeten diesen Saisonstart, weil es am Mittwoch nach Dauerregen aussah. Dieser Saisonstart war dann etwas für die Rubrik "ich hätte es wissen müssen", kann aber als "erfolgreicher Fehlschlag" bezeichnet werden.
Schön war´s trotzdem.