Wieder ein Wohnmobil - diesmal ein richtiges...

Unser Wohnwagen war in die Jahre gekommen und die ständige Hin- und Herfahrerei ging uns auf die Nerven. Etwas anderes musste her.

Wir haben lange überlegt – neuer Wohnwagen ? Neues Wohnmobil ? Wohnmobil wieder selbst bauen ? Oder ein gebrauchtes Wohnmobil um auszuprobieren, ob das überhaupt was für uns ist….

Die Wahl fiel nach gefühlten 100 Händler-Besuchen und Besichtigungen auf ein gebrauchtes Wohnmobil mit relativ wenigen Kilometern und ansprechender Innenausstattung. Wir fanden das Teil bei Ebay-Kleinanzeigen, die Verkäufer waren nett und das Preis-Leistungsverhältnis hat gepasst.

Nun machen wir das, was wir uns schon lange gewünscht haben: Wir fahren spontan weg und bleiben, wo es uns gefällt…

Kleine Anmerkung bezüglich der vielen Negativ-Berichte in unserer Tagespresse: Nein, wir sind keine „Wildcamper“, die irgendwo im Wald oder auf Feldwegen rumstehen. Wir lassen auch kein Wasser in der freien Natur ab, leeren unsere Toilette nur da, wo es auch erlaubt ist und entsorgen unseren Müll legal – zur Not auch erst zu Hause. Mit unseren Wasser- und Stromvorräten können wir dank LED-Beleuchtung und einer zweiten WC-Kassette, fast eine Woche lang völlig autark stehenbleiben. Es gibt fast überall Wohnmobil-Stellplätze, auf denen man legal für kleines Geld übernachten darf. Wenn sich wirklich nichts anderes findet, bleiben wir auch mal für eine Nacht auf einem öffentlichen Parkplatz stehen – aber Wald- und Feldwege sind und bleiben tabu, ebenso wie Grillen oder Lagerfeuer in der freien Natur.

Geeignete Stell- und Campingplätze finden wir übrigens mit der App „Stellplatz-Radar“, die uns bisher gute Dienste geleistet hat.


Entlang der Mosel

 

Einer der Hauptgründe, ein Wohnmobil anzuschaffen war der, dass wir einen (schon älteren) Hund und eine 19 Jahre alte Katze hatten. Daher kamen für uns momentan nur kleinere Touren von maximal 3-4 Tagen in Frage. Unsere Kinder versorgten zwar die Katze, aber nach 3 Tagen dachte die wohl, dass wir nicht wiederkommen und gestaltete das Haus nach ihren Vorstellungen um.

Wie den kleinen Kindern ist es uns ergangen – wir haben vor der ersten Tour fast nicht geschlafen… haben wir alles gepackt? Ist mit dem Auto alles in Ordnung? Bekommen wir Probleme wegen der inzwischen gültigen Corona-Verordnungen?

Tausend Fragen, die wir uns stellten – aber kein einziges echtes Problem. Die Campingplätze waren zwar noch geschlossen, aber die Stellplätze für Wohnmobile waren schon wieder auf. Dann ging es endlich los.

Unser Ziel war nicht genau bekannt, sicher war nur, dass wir wegen der Corona-Verordnungen Rheinland-Pfalz nicht verlassen würden.

Wir fuhren Richtung Trier, sahen ein Hinweisschild zum Bostalsee und schon hatten wir unser erstes Ziel. Danach ging es weiter, von Trier aus die Mosel entlang bis nach Bernkastel-Kues. Dort hatten wir Glück und fanden einen Stellplatz, der gerade umgebaut wurde und kein Geld kostete. Am nächsten Tag wollten wir eigentlich weiter nach Cochem, blieben aber nach einem Abstecher in Zeltingen-Rachtig in Zell/Mosel hängen. Der Stellplatz „An den Römerquellen“ ist nur zu empfehlen – für 9.- Euro Übernachtungskosten hatten wir alles, was das Herz begehrt, mit Stellplatz direkt an der Mosel und etwa 600 Meter zur Altstadt. Sogar einen Brötchendienst gab es dort. Danach ging es weiter die Mosel entlang bis Cochem und dann über den Flughafen Hahn wieder zurück.

Wir kamen gut und sicher an, die Technik und das Wetter hatten mitgespielt – nur die Katze war verstimmt…


Zurück ins Dreiländereck

Die zweite Tour führte uns zurück ins Dreiländereck – nicht zuletzt deswegen, weil meine Frau noch zu IKEA in Saarlouis wollte.

An der Mosel angekommen besuchten wir das Haff Remich, ein durchaus sehenswertes Biosphären-Reservat. Danach bestellten wir bei unserem Stamm-Restaurant, Olympus-Grill in Nennig, unser Nachtessen – natürlich zum Mitnehmen – wir hatten ja alles dabei.

Leider verpassten wir so die Möglichkeit, auf unserem Lieblings-Campingplatz einzuchecken und verbrachten die Nacht auf einem gut besuchten, wenn auch nicht ganz legalen Stellplatz bei Remich – Glücklicherweise geht man in Luxemburg mit seinen Gästen anders um, als beispielsweise im Dahner Raum…

Der nächste Stop war in Wasserbillig, dort in der Nähe fanden wir einen Stellplatz bei einer Tankstelle – nicht besonders luxuriös, aber sauber und kostenlos… Kostenlos nicht ganz – für die Benutzung der Serviceanlage für Zu- und Abwasser etc. sollte man in der Tankstelle für mindestens 50 Euro einkaufen – was aber kein größeres Problem darstellen sollte…

Auch diese Tour ging ohne Zwischenfall über die Bühne.


Eine Rheinfahrt - von der Loreley nach Boppard

Weiter ging es – die nächste Tour ging an den Rhein. Wir fuhren zunächst nach Bingen, dort gibt es in der Nähe des Mäuseturms herrliche Parkanlagen direkt am Rhein – und gutes Eis…

Über die Stellplatz-App haben wir uns für einen Stellplatz auf einem „Reiterhof“ mit Loreley-Blick entschieden. Dieser Hof lag mitten in der Wallachei und war nicht gerade einfach zu finden.

Zugegeben – unter einem „Reiterhof“ hatte ich mir etwas anderes vorgestellt. Es war ein stinknormaler Bauernhof, viel Durcheinander und auf einer Wiese daneben standen auch einige Wohnmobile. Na ja – für eine Nacht…. Als wir endlich jemand gefunden hatten, der zuständig war, hat man uns ziemlich barsch erklärt, dass der Platz überfüllt sei und was wir überhaupt wollen…. WEG !

Die App verriet uns, dass der nächste Stellplatz einen Kilometer entfernt ist – Luftlinie, wie sich herausstellte. Navi an – nach etwa 3 Kilometern standen wir auf der Fähre über den Rhein und erreichten den Stellplatz nach weiteren 3 Kilometern – Direkt auf dem Loreley-Plateau. Bei dem Stellplatz handelt es sich um einen normalen Parkplatz, auf dem man mit dem Wohnmobil für 10 Euro übernachten darf. Für die Aussicht und die Lage ein Spottpreis – Dahn könnte sich eine Scheibe abschneiden! Entgegen aller Vermutungen verlief die Nacht sehr ruhig – Nachts alleine auf der Loreley, das hat was….

Am nächtsten Tag fuhren wir weiter nach Boppard, ständig auf der Suche nach einem geeigneten Stellplatz – dank Corona waren die ziemlich knapp. In Boppard fanden wir einen Parkplatz für Wohnmobile und lösten ein Ticket für 5 Euro – für 24 Stunden – Problem gelöst. Die Zeit reichte auch noch für eine Schifffahrt auf dem Rhein – trotz Wetterprognose „Gewitter und Starkregen“ sind wir trocken geblieben.

Eine Nacht in Boppard hat gereicht, wir wollten zurück in Richtung Bingen – Rüdesheim, wo es jede Menge Stellplätze gibt – wollten….

Wir fuhren den Rhein entlang, ab und zu musste ich anhalten, um Fotos zu machen – nur in Oberwesel, da reichte ein kurzer Stopp nicht. Viel zu viele Sehenswürdigkeiten gibt es dort – für mich war es unmöglich, weiterzufahren.

Durch Zufall entdeckte ich ein kleines Schild mit Camping- und Wohnmobil-Symbol, ein schmaler Weg führte uns zum Campingplatz „Schönburgblick“. Der Betreiber, ein Holländer, war sehr freundlich und bot uns einen Wohnmobil-Stellplatz für 13 Euro an – oder ab 18 Uhr einen „normalen“ Platz auf dem Campingplatz. Wir entschieden und für den Wohnmobilplatz und verbrachten eine ruhige Nacht. Trotz des benachbarten Bolzplatzes, der auch als Jugendtreff dient, war es verhältnismäßig ruhig – der Brötchendienst funktionierte einwandfrei. Nachts begann es dann zu regnen und am Tag darauf sah es auch nicht viel besser aus – also machten wir uns nach einer erneuten Besichtigungstour auf den Heimweg – es war eine gute Entscheidung, auf ein Wohnmobil umzusteigen….



Die ostfriesische Reise

Leute, die uns kennen dürften wissen, dass große Planungen nicht unser Ding sind – Spontanität ist angesagt…

Bei einer Fahrt über mehrere hundert Kilometer macht man sich aber doch schon einige Gedanken und nimmt sich einige Dinge vor.

Auf unserem Zettel stand:

Köln – da wollte ich schon immer ein Foto vom Dom machen

Emden – dort ist das „Otto-Huus“ und es soll dort laut meiner Tochter an einem Fischstand Super-„Kibbelinge“ geben

Norddeich – dort gibt es einen „Schietwetter-Laden“, in dem sich meine Frau einen Friesen-Nerz kaufen wollte.

Obwohl ich schon einige Male am Meer war hatte ich „Ebbe und Flut“ noch nie gesehen, auch das stand auf dem Zettel…

Ansonsten haben wir gesehen, dass es in Wilhelmshaven ein Aquarium und ein Marinemuseum gibt und für den Heimweg hatten wir eventuell einen Besuch im Museumsdorf Cloppenburg geplant – alles weiter überlassen wir wie immer dem Zufall…

Köln

Wie geplant führte uns der Weg zunächst nach Köln – kein Stau, keine Probleme – wir erreichten Köln etwa um 19 Uhr.

Der ausgesuchte Stellplatz „Reisemobilhafen Köln“ war ein absoluter Reinfall. Der Platz machte einen sehr ungepflegten Eindruck – die Gäste schauten uns an, als ob wir ihnen sonst was antun wollten und irgendwann haben wir ein Schild mit dem Text: „Belegt“ gefunden. Auch ohne dieses Schild wären wir sicher nicht geblieben. Für uns sah der Platz eher nach einer Art Campingplatz aus, was auch einige nicht fahrbereite Mobile bestätigten. Auf dem Weg zurück sahen wir einige Wohnmobile, die auf einem Parkplatz am Konrad-Adenauer-Ufer standen. Wir stellten uns einfach dazu und zahlten die Parkgebühr von 5.- Euro. So verbrachten wir die erste Nacht „halbwild“ direkt am Rhein. Zum Dom waren es nur wenige hundert Meter und wir fanden einen Super-Mexikaner, der für unsere leibliches Wohl sorgte.

Die geplanten Fotos konnte ich auch machen – einzig die Rad- und E-Rollerfahrer nervten ein wenig, weil es für sie anscheinend keinerlei Regeln gibt.

Die Nacht auf dem Parkplatz war etwas laut – aber durchaus auszuhalten.

Eigentlich wollten wir noch einen Tag in Köln verbringen, aber auf „unserem“ Parkplatz wurden nachmittags etliche Verkaufsstände aufgebaut, die darauf schließen ließen, dass dort früh morgens ein Markt losging. So fuhren wir gegen 18 Uhr weiter in Richtung Leverkusen – laut Stellplatz-Radar gab es dort einen Stellplatz bei Camping-Berger. Dieser „Stellplatz“ war auf dem Parkplatz vor dem Geschäft in einer gottverlassenen Ecke eines Industriegebietes – das hat uns nicht gefallen und wir fuhren weiter.

Kurz vor Gladbeck wollten wir an einer Raststätte zum Tanken anhalten – der Preis für den Liter Diesel: 1,76€ – in unseren Augen Wucher… So fuhren wir die nächste Ausfahrt raus und landeten in Gladbeck. Dort gab es eine Tankstelle, an der das Diesel 1,39€ kostete – geht doch…

Die Nacht verbrachten wir dann auf einem Stellplatz bei Gladbeck (Wittringer Wald) – für 3.-€ / Nacht incl. Entsorgung. Der Platz war ganz in Ordnung, obwohl man die nahe Autobahn deutlich hörte. Viel mehr störten uns aber zwei anwesende Chaos-Camper mit ihren laufenden Strom-Aggregaten. Diese Leute trifft man leider überall – sie sehen nur sich und ihre Bedürfnisse und sind am schlechten Ruf der WoMo-Fahrer schuld.

Leer - Ostfriesland

Nach etwa 2 1/2 Stunden Fahrt erreichten wir Leer in Ostfriesland. Dieses Mal landeten wir mit dem Stellplatz an der Mühle Logabirum einen Volltreffer.

Wir standen auf einem urigen Platz direkt bei der Mühle. Für 12.-€ / Nacht (incl. Strom und Entsorgung) bekamen wir einen ruhigen Stellplatz, der sogar über sehr saubere Sanitäranlagen verfügte. Ein Nachbar-Camper im Rentenalter bot uns an, uns den besten (Rad)Weg nach Leer zu zeigen – wir hatten Mühe, ihn mit seinem E-Bike nicht aus den Augen zu verlieren. Wir schauten uns die herrliche Altstadt von Leer an und radelten deutlich entspannter zurück zu unserer Mühle.

Dort verbrachten wir eine ruhige Nacht in einer herrlichen Idylle.

Emden

Weiter ging es nach Emden – diesmal betrug die Fahrstrecke nur knapp über 30 Kilometer. Wir fanden unseren Stellplatz „Alter Binnenhafen“ und lernten einen äusserst pflichtbewussten „Hafenmeister“ kennen, der für Ordnung auf dem Platz sorgte. Kurz nach uns kamen 2 Wohnmobile mit „Corona-Campern“ an, die anscheinend noch nie mit einem Wohnmobil unterwegs waren. Sie bekamen die Korrektheit des Hafenmeisters zu spüren, der nicht einsah, dass ihre Mobile auf den Durchgangsweg ragten. Diese Laute schienen auch den Unterschied zwischen Stell- und Campingplatz nicht zu kennen – sie machten sich vor ihren Fahrzeugen breit und lärmten bis spät abends. In diesem Zusammenhang habe ich auch zum ersten Mal den Begriff „Dickschiff-Egoist“ gehört.

Doch solche Kleinigkeiten stören uns nicht weiter, wir haben uns die Stadt angesehen und eine interessante Hafenrundfahrt gemacht. Auch den Fischstand mit den „Kibbelingen“ habe wir gefunden. Es dauerte zwar recht lange, bis wir an die Reihe kamen – aber es lohnte sich!! Auch der Besuch im Otto-Huus durfte nicht fehlen – so war der Besuch in Emden ein voller Erfolg.

Nach weiteren 40 Kilometern erreichten wir unseren nächsten Stellplatz – den Wohnmobilhafen Norddeich – ein gut belegter Platz für 100 Mobile für 11.-€ zzgl. 5.-€ Kurtaxe. Die Mobile standen ziemlich eng beieinander, dafür war es erstaunlich ruhig auf dem Platz. Trotz eigentlich vollem Platz versuchten einige – sehr wahrscheinlich Neucamper – ihr Fahrzeug so zu stellen, dass noch genügend Platz für die Markise und allerlei Möbel war. Das macht Ende September richtig Sinn. Wir machten uns zu Fuß und später auch mit den Rädern auf den Weg zum Deich und fanden den versprochenen „Schietwetter-Laden“ und meine Frau bekam ihren Friesen-Nerz. Auch Ebbe und Flut bekamen wir zu sehen – zusammen mit wunderschönen Sonnenuntergängen.

Bei einer Radtour auf dem Deich bekamen wir auf der Rückfahrt recht eindrucksvoll zu spüren, was Gegenwind bedeutet

Noch eine Randnotiz: Wir durften ein Camper-Paar an der Entsorgungs-Station beobachten. Der arme Mann saß in seinem Wohnmobil und versuchte, die richtige Position zur Entsorgung zu erreichen. Seine Frau wies ihn laut schreiend und wild gestikulierend ein – bis es ihr zu blöd wurde und sie ihn aus dem WoMo holte um selbst einzuparken. Dazu kläfften ihre beiden Hunde ununterbrochen. Auch die vielen „Lieferwagen-Mobile“ haben etwas genervt – jedesmal wenn ich die Schiebetüren hörte dachte ich, der Paketdienst kommt gerade…

Pilsum / Greetsiel

Irgendwo in Norddeich hatte ich ein Foto von "Ottos Leuchtturm" in Pilsum gesehen - dort mussten wir hin. Obwohl das nächste Ziel - Wilhelmshaven - in entgegengesetzter Richtung lag, machten wir den Umweg nach Pilsum und fuhren danach quer durch Ostfriesland weiter nach Wilhelmshaven.

Wilhelmshaven

In Wilhelmshaven angekommen fanden wir einen wunderschönen Stellplatz (Nautimo). Der Platz kostet 10.-€ incl. Entsorgung und machte einen sauberen, gepflegten Eindruck. Allerdings stellten wir schnell fest, dass dieser Platz zu weit „weg vom Schuss“ war und wir fuhren weiter zum Stellplatz Fliegerdeich. Ohne Strom und Entsorgung kostete dieser Platz 12.-€ / Nacht – allerdings standen wir direkt an der Nordsee. Von dort war es nicht weit zum großen Hafen, auch Marinemuseum und Aquarium waren in unmittelbarer Nähe zu finden. Was wir nicht wussten: An diesem Wochenende fand dort eine Regatta für Großsegler statt.

Am nächsten Morgen blickten wir aus dem WoMo direkt aufs Meer und konnten den Krabbenfischern bei der Arbeit zusehen.

Der Besuch im Aquarium war ein Flop, nicht zuletzt weil die Haupt-Attraktion – die Seehunde – aufgrund von Reinigungsarbeiten nicht zu sehen waren. Aber auch sonst darf man sich vom Besuch dieses Aquariums nicht allzu viel versprechen.

Das Marine-Museum dagegen hat gehalten, was versprochen wurde – ein sehr interessanter Besuch mit der Gelegenheit, verschiedene Schiffe und ein U-Boot zu besichtigen.

Nach dem Auslaufen der Segelschiffe machten wir noch einen Abstecher in die Innenstadt und bereiteten uns auf den Heimweg vor.

Museumsdorf Cloppenburg – eine Zeitreise der besonderen Art. Hier gibt es einen kostenlosen Wohnmobil-Stellplatz und der Eintrittspreis von 3,50€ ist sehr günstig.

Zu sehen gibt es außer etlichen Traktoren auch einen echten Tante-Emma-Laden, in dem man sogar noch einkaufen kann. Das Dorf besteht aus vielen Original-Gebäuden, die in ganz Deutschland ab- und hier wieder aufgebaut wurden. Fast alle Gebäude kann man betreten und von innen besichtigen. In Cloppenburg fanden wir ein 1a kroatisches Restaurant, das den Besuch komplett machte.

Auf dem Stellplatz lernten wir einen echten Kampf-Camper kennen, der grundsätzlich kostenlos steht. Er gab uns auch den Tipp, dass man sich am besten an Friedhöfe stellt, weil es dort immer frisches Wasser und meistens eine Toilette gibt….

Münster

Eigentlich wollten wir auf dem Rückweg noch eine Nacht in Münster bleiben. Der Stellplatz am Ostbad war zwar kostenlos, aber machte nicht unbedingt den besten Eindruck. Außerdem war er mit einheimischen Wohnmobilen und Wohnwagen zugestellt.

Wir parkten dort und machten uns zu Fuß auf, um die Altstadt zu erkunden und nach Wilsbergs Antiquariat zu sehen. Danach fuhren wir weiter und verbrachten die letzte Nacht der Reise nochmal in Köln am Adenauer-Ufer.

Die Rückfahrt nach Pirmasens verlief ohne Probleme und wir haben schon die nächste Tour auf dem Zettel….