2026 - Unsere Donau-Tour

Das hatten wir schon lange vor - aber wegen unseren Jobs war es uns einfach nicht möglich: Eine Fahrt entlang der Donau, ohne auf den Kalender zu schauen, ohne Termine, ohne Planung, einfach so.

Am 29. April, einem Mittwoch,  war es dann soweit - es ging zur Donauquelle, bzw. zu der offiziellen Quelle. Die "inoffizielle" Quelle hatten wir schon auf dem Heimweg vom Bodensee besucht - die Breg-Quelle bei Furtwangen.  Jetzt war die erste Station Donaueschingen, wo die Donau offiziell anfängt - Brigach und Breg bringen die Donau zuweg....


Hier begann unsere Fahrt

In Donaueschingen fanden wir am Sportplatz einen kostenlosen Stellplatz direkt an der Breg.

Wir hatten schönes Wetter und besuchten zunächst die Tourist-Info.  Mit unserem Info-Material fanden wir recht schnell zur Donauquelle am Schloßgarten, zum Rathaus und zum Donau-Ursprung - dem Zusammenfluss von Brigach und Breg.

Auch einen Biergarten fanden wir ganz in der Nähe, der Tour-Start war geglückt !


Am folgenden Tag  ging es weiter Richtung Sigmaringen. Unterwegs machten wir eine Pause an der Donauversickerung bei Möhringen. Es ist schwer vorstellbar, dass ein ganzer Fluss einfach so in der Erde versickert. Aber wir konnten es sehen und erleben, wir sind im trockenen Flussbett herumgelaufen.

Dann ging es weiter nach Sigmaringen. Wir waren zeitig hier und fanden einen Stellplatz neben dem Campingplatz für 10.- Euro / Nacht, der gegen 19 Uhr voll war - und das in der Vorsaison. Auch nach 21 Uhr kamen Leute an - teilweise mit übergrößen Mobilen und machten ihrem Ärger lautstark Luft, weil sie nicht den gewünschten Platz fanden. Einige stellten sich dann auf die angrenzende Wiese und mussten dann feststellen, dass es noch freie Plätze gegeben hätte, wenn eben jeder so stehen würde, wie er soll.

Uns störte das nicht weiter - wir halten uns an die berühmten 3 Worte: "Nicht unser Problem", denn erstens hatten wir Urlaub und zweitens standen wir so, wie es sich gehört - auch auf diesem Platz wird halt nur kassiert, statt kontrolliert, was man auch am Zustand der Entsorgung sehen konnte. Wir schauten uns die schöne Altstadt an, suchten nach der Jugendherberge, an die ich aus Jugendzeiten noch einige Erinnerungen habe und besuchten auch die Josefskapelle, von der wir einen schönen Ausblick auf Sigmaringen hatten. Gegen Abend machten wir nochmals eine kleine Runde durch die Stadt und hatten alles gesehen (....was mir eigentlich Sorgen bereitet)...           So ging es freitags weiter nach Ulm. Irgendwie hatte ich ein schlechtes Gefühl in Sachen Stellplatz, denn an einem Freitag, noch dazu einem Feiertag ist nicht überall Platz. Aber wir waren früh dran und hatten Glück einen Platz zu finden - wenn auch nur in XXL für 20.- Euro/Nacht - egal... Der Platz war dann tatsächlich um 13 Uhr voll - ein "Besetzt"-Schild hätte hier Sinn gemacht, denn im Abstand von nur einigen Minuten fuhren immer wieder Wohnmobile auf und über den Platz.

Mit dem Fahrrad fuhren wir dann zur Innenstadt, Radweg neben der Donau. Dort besuchten wir Münster und Fischerviertel, leisteten uns eine Bratwurst und fuhren zurück zum Stellplatz. Den restlichen Tag verbrachten wir mit Faulenzen und dem Beobachten der immer noch Runden drehenden Wohnmobile, auf der Suche nach einem freien Platz. Gegen Abend nahmen wir das Angebot wahr, dass man als Wohnmobil-Gast im angrenzenden Schwimmbad duschen könna - kann man - in der Gemeinschaftsdusche des Bades - brauchen wir nicht nochmal. Abendessen gab´s dann bei Done´s Biergarten - Cordon-Bleu, gut und reichlich.... Zur Verdauung fuhren wir mit dem Rad noch durch den Collmanns-Park. Samstags fuhren wir weider mit dem Rad in die Stadt, an den "Berblinger Turm", wo der berühmte Schneider von Ulm seine Flugversuche unternahm. Danach ging es auf dei Donau-Insel und zur Glacis-Galerie, einem Einkaufszentrum. Der Hunger trieb uns dann wieder ins Fischerviertel. Nach einer Pizza hingen wir noch eine zeitlang am Donauufer herum, fuhren dann noch zur Iller-Mündung, bevor wir zurück zum Stallplatz fuhren. Im Schwimmbad-Bistro trafen wir bei einem Bier noch ein Paar aus Kaiserslautern - die waren an und für sich ganz nett - nur vom Fußball hatten sie keine Ahnung ;-)


Hier noch ein paar Worte zum Verhalten der "Camper": Es gab Zeiten, da war man freundlich und hilfsbereit, man grüßte sich auf den Straßen und auf den Stell-, bzw. Campingplätzen. Das hat sich leider geändert. Besonders die Fahrer von gemieteten Wohnmobilen (...die in der Werbung grenzenlose Freihheit versprechen...) benehmen sich oft, wie die berühmte Axt im Walde. In unserem Fall fuhr einer mit guten 40 km/h über den Stellplatz, gefölgt von seiner Begleiterin im PKW. Ein anderer WoMo-Fahrer blockierte fast eine Stunde lang die Entsorgung, weil Madame noch das Wohnmobil putzen mußte... Muß das alles sein ???


Nächste Station war Neuburg /Donau. Auch hier fanden wir einen Stellplatz - für 15.- Euro.

Wie immer folgte die obligatorische Runde durch die Altstadt, es gab schöne Kirchen, Türme, Tore, ein Schloss und eine Straße, die "Zur Hölle" hieß.

Zwischendurch gab es einen Eisbecher, wir besuchten das Schloß und die Insel und machten den restlichen Tag einmal Pause am Donauufer. Dort konnten wir auch einige Leuten zuschauen, die ihre Zillen (flache Boote, speziell für diese Region entwickelt und gebaut) flott machten und  wegruderten. Gegen Abend ginge wir nochmal in die Altstadt, ich wollte das beleuchete Schloß fotografieren - auch das hat geklappt. Bisher lief alles für unsere Begriffe zu glatt . hoffentlich geht das so weiter...


Unterwegs zu unserem nächsten Stop in Kehlheim machten wir noch Abstecher nach Neustadt /Donau und Abensberg. Der angekündigte "Hochwasser-Leuchtturm" in Neustadt war ein Flop - ein kleines Türmchen inmitten einer dreckigen, mit Hundehaufen verzierten Wiese...

Dagegen war der Kuchlbacher (Hundertwasser)-Turm in Abensberg schon eher die Fahrt wert, auch wenn der Biergarten montags geschlossen hat - nun, es kann eben nicht alles klappen.


Trotzdem hatte Neustadt doch etwas Gutes: Dieser "Leuchtturm" steht in der Nähe eines Gewerbegebietes, dort gab es ein Aldi und einen Getränkemarkt... Nach dem Einkaufen fuhren wir weiter nach Kehlheim, auch hier fanden wir einen Stellplatz für 13.- Euro /Nacht. 

Der erste Weg führte uns zur Schiffsanlegestelle, natürlich wollten wir durch die Werlenburger Enge und zum Kloster fahren. Enttäuscht mussten wir von einer nicht gerade freundlichen Mitarbeiterin erfahren, dass wegen des niedrigen Wasserstandes keine Schiffe fahren...   So machten wir uns auf in die Altstadt, wo wir mit der Ludwigsbahn zur Befreiungshalle gefahren sind. Die Fahrt kostete pro Person 12.- Euro, wobei der Eintrittspreis für die Befreiungshalle schon inbegriffen war. Nach der Besichtigung fuhren wir mit der Ludwigsbahn wieder zurück, es gab Bier (Radler), alte Gebäude in der Innenstadt, freundliche Mitarbeiter in der Tourist-Info und dazwischen noch ein Eis. Alles in Allem, ein schöner Tag - wenn nur die Sache mit dem Niedrigwasser nicht gewesen wäre....

Dienstag, 5. Mai - ein "japanischer" Tag...

Nun, wenn etwas nicht klappt, dann muß es ja nicht gleich schlecht sein. Von der netten Dame im Tourist-Büro hatten wir erfahren, daß man zum Kloster Weltenburg auch mit dem Auto fahren kann. Laut Google-Maps gab es dort auch einen größeren Parkplatz, also fuhren wir (ziemlich früh) dorthin.  Auf dem Parkplatz waren Wohnmobile "erwünscht", allerdings gegen eine Gebühr von 4,50 Euro. Zu Fuß gingen wir Richtung Kloster und - auf einmal war es gar kein Pech mehr, dass große Schiffe nicht fahren konnten. Kurz vor dem Kloster wartete ein junger Mann mit seiner Zille auf Gäste. Wir waren die Ersten und fuhren dann mit 4 weiteren Personen mit dieser Zille durch den Donaudurchbruch. Der Fahrer war zwar jung, aber sehr engagiert und erklärte uns viele Dinge, die wir auf dem großen Schiff nie erfahren hätten. Nach der Fahrt besuchten wir noch kurz den Biergarten und fuhren weiter

Der nächste Halt war der Stellplatz in Donaustauf - auch hier gab es Platz für uns. Vom Stellplatz aus wollten wir eigentlich nur eine kleine Runde durch den Ort drehen - eigentlich... Wir kamen an einem chinesischen Turm vorbei und standen plötzlich vor der Walhalla, die wir uns dann natürlich anschauen mußten. Auf dem Rückweg fanden wir eine Bushaltestelle, von der aus man nach Regensburg fahren konnte. Der nächste Bus kam nur ein paar MInuten später - also rein und ab nach Regensburg - Bushaltestelle mitten in der Stadt. Wir machten einen Stadtbummel (...wenn man das so nennen kann...), kauften noch einige Kleinigkeiten ein, waren im Dom, sahen die Altstadt, die steinerne Brücke und vieles mehr, bevor wir mit dem Bus zurück nach Donaustauf gefahren sind. Dort begann es zu regnen und wir gingen zum Abendessen ins Restaurant Athen - nicht das Billigste, aber richtig gut !

Warum "japanischer Tag"?  Irgendwie war es an diesem Tag, wie man es nur von japanischen Touristen kennt: Zuerst die Zillenfahrt, dann das Kloster, zu Fuß zur Walhalla und dazu noch die Besichtigung von Regensburg - andere (normale) Leute hätten dafür eine Woche gebraucht !


Nach dem japanischen Tag sollte es mal etwas ruhiger sein.

So fuhren wir nach dem Frühstück weiter nach Vilshofen. Wir bekamen einen Stellplatz mit kostenlosem Strom, WC und Dusche, den man allerdings nur mit Paypal oder Kreditkarte bezahlen konnte. Positiv aufgefallen ist, das die Betreiberin zwischendurch immer mal wieder vorbeigeschaut hat und bei dieser Gelegenheit auch einen Kameraden zurechtgewiesen hat, der mit seinem WoMo und Hänger mehr Platz beanspruchte, als ihm zustand. Er durfte den Hänger dann draussen parken. Nach einem kleinen Stadtbummel verbrachten wir den Tag am Stellplatz. In unmittelbarer Nähe zum Platz war ein Sportflughafen - es gab also immer was zu sehen. Und - wir wollten ja einmal gemütlich machen.... Gegen 18.30 gab´s dann auch noch ein kurzes Gewitter, der Tag war gelaufen.