2026 - Unsere Donau-Tour

Wir hatten es schon lange vor - aber wegen unseren Jobs war es uns einfach nicht möglich: Eine Fahrt entlang der Donau, ohne auf den Kalender zu schauen, ohne Termine, ohne Planung, einfach so.

Am 29. April, einem Mittwoch,  war es dann soweit - es ging zur Donauquelle, bzw. zu der offiziellen Quelle. Die "inoffizielle" Quelle hatten wir schon auf dem Heimweg vom Bodensee besucht - die Breg-Quelle bei Furtwangen.  Jetzt war die erste Station Donaueschingen, wo die Donau offiziell anfängt - Brigach und Breg bringen die Donau zuweg....


Hier begann unsere Fahrt

In Donaueschingen fanden wir am Sportplatz einen kostenlosen Stellplatz direkt an der Breg.

Wir hatten schönes Wetter und besuchten zunächst die Tourist-Info.  Mit unserem Info-Material fanden wir recht schnell zur Donauquelle im Schloßgarten, zum Rathaus und zum Donau-Ursprung - dem Zusammenfluss von Brigach und Breg.

Auch einen Biergarten fanden wir ganz in der Nähe, der Tour-Start war geglückt !


Am folgenden Tag  ging es weiter Richtung Sigmaringen. Unterwegs machten wir eine Pause an der Donauversickerung bei Möhringen. Es ist schwer vorstellbar, dass ein ganzer Fluss einfach so in der Erde versickert. Aber wir konnten es sehen und erleben, wir sind im trockenen Flussbett herumgelaufen.

Dann ging es weiter nach Sigmaringen. Wir waren zeitig hier und fanden einen Stellplatz neben dem Campingplatz für 10.- Euro / Nacht, der gegen 19 Uhr voll war - und das in der Vorsaison. Auch nach 21 Uhr kamen Leute an - teilweise mit übergroßen Mobilen und machten ihrem Ärger lautstark Luft, weil sie nicht den gewünschten Platz fanden. Einige stellten sich dann auf die angrenzende Wiese und mussten dann feststellen, dass es noch freie Plätze gegeben hätte, wenn eben jeder so stehen würde, wie er soll.

Uns störte das nicht weiter - wir halten uns an die berühmten 3 Worte: "Nicht unser Problem", denn erstens hatten wir Urlaub und zweitens standen wir so, wie es sich gehört - auch auf diesem Platz wird halt nur kassiert, statt kontrolliert, was man auch am Zustand der Entsorgungsstation sehen konnte. Wir schauten uns die schöne Altstadt an, suchten nach der Jugendherberge, an die ich aus Jugendzeiten noch einige Erinnerungen habe und besuchten die Josefskapelle, von der wir einen schönen Ausblick auf Sigmaringen hatten. Gegen Abend machten wir nochmals eine kleine Runde durch die Stadt und hatten alles gesehen (....was mir eigentlich Sorgen bereitet)...           So ging es freitags weiter nach Ulm. Irgendwie hatte ich ein schlechtes Gefühl in Sachen Stellplatz, denn an einem Freitag, noch dazu einem Feiertag, ist nicht überall Platz. Aber wir waren früh dran und hatten Glück einen Platz zu finden - wenn auch nur in XXL für 20.- Euro/Nacht - egal... Der Platz war dann tatsächlich um 13 Uhr voll - ein "Besetzt"-Schild hätte hier Sinn gemacht, denn im Abstand von nur einigen Minuten fuhren immer wieder Wohnmobile auf und über den Platz.

Mit dem Fahrrad fuhren wir dann zur Innenstadt, Radweg neben der Donau. Dort besuchten wir Münster und Fischerviertel, leisteten uns eine Bratwurst und fuhren zurück zum Stellplatz. Den restlichen Tag verbrachten wir mit Faulenzen und dem Beobachten der immer noch Runden drehenden Wohnmobile, auf der Suche nach einem freien Platz. Gegen Abend nahmen wir das Angebot wahr, dass man als Wohnmobil-Gast im angrenzenden Schwimmbad duschen könne - kann man - in der Gemeinschaftsdusche des Bades - brauchen wir nicht nochmal. Abendessen gab´s dann bei Done´s Biergarten - Cordon-Bleu, gut und reichlich.... Zur Verdauung fuhren wir mit dem Rad noch durch den Collmanns-Park. Samstags fuhren wir weider mit dem Rad in die Stadt, an den "Berblinger Turm", wo der berühmte Schneider von Ulm seine Flugversuche unternahm. Danach ging es auf die Donau-Insel und zur Glacis-Galerie, einem Einkaufszentrum. Der Hunger trieb uns dann wieder ins Fischerviertel. Nach einer Pizza hingen wir noch eine zeitlang am Donauufer herum, fuhren dann noch zur Iller-Mündung, bevor wir zurück zum Stallplatz fuhren. Im Schwimmbad-Bistro trafen wir bei einem Bier noch ein Paar aus Kaiserslautern - die waren an und für sich ganz nett - nur vom Fußball hatten sie keine Ahnung ;-)


Hier noch ein paar Worte zum Verhalten der "Camper": Es gab Zeiten, da war man freundlich und hilfsbereit, man grüßte sich auf den Straßen und auf den Stell-, bzw. Campingplätzen. Das hat sich leider geändert. Besonders die Fahrer von gemieteten Wohnmobilen (...die in der Werbung grenzenlose Freihheit versprechen...) benehmen sich oft, wie die berühmte Axt im Walde. In unserem Fall fuhr einer mit guten 40 km/h über den staubigen Stellplatz, gefolgt von seiner Begleiterin im PKW. Ein anderer WoMo-Fahrer blockierte fast eine Stunde lang die Entsorgung, weil seine Madame noch das Wohnmobil putzen mußte... Muß das alles sein ???


Nächste Station war Neuburg /Donau. Auch hier fanden wir einen Stellplatz - für 15.- Euro.

Wie immer folgte die obligatorische Runde durch die Altstadt, es gab schöne Kirchen, Türme, Tore, ein Schloss und eine Straße, die "Zur Hölle" hieß.

Zwischendurch gab es einen Eisbecher, wir besuchten das Schloß und die Insel und machten den restlichen Tag einmal Pause am Donauufer. Dort konnten wir auch einige Leuten zuschauen, die ihre Zillen (flache Boote, speziell für diese Region entwickelt und gebaut) flott machten und  wegruderten. Gegen Abend ginge wir nochmal in die Altstadt, ich wollte das beleuchete Schloß fotografieren - auch das hat geklappt. Bisher lief alles für unsere Begriffe zu glatt . Hoffentlich geht das so weiter...


Unterwegs zu unserem nächsten Stop in Kehlheim machten wir noch Abstecher nach Neustadt /Donau und Abensberg. Der angekündigte "Hochwasser-Leuchtturm" in Neustadt war ein Flop - ein kleines Türmchen inmitten einer dreckigen, mit Hundehaufen verzierten Wiese...

Dagegen war der Kuchlbacher (Hundertwasser)-Turm in Abensberg schon eher die Fahrt wert, auch wenn der Biergarten montags geschlossen hat - nun, es kann eben nicht alles klappen.


Trotzdem hatte Neustadt doch etwas Gutes: Dieser "Leuchtturm" steht in der Nähe eines Gewerbegebietes, dort gab es ein Aldi und einen Getränkemarkt... Nach dem Einkaufen fuhren wir weiter nach Kehlheim, auch hier fanden wir einen Stellplatz für 13.- Euro /Nacht. 

Der erste Weg führte uns zur Schiffsanlegestelle, natürlich wollten wir durch die Weltenburger Enge und zum Kloster fahren. Enttäuscht mussten wir von einer nicht gerade freundlichen Mitarbeiterin erfahren, dass wegen des niedrigen Wasserstandes keine Schiffe fahren können...   So machten wir uns auf in die Altstadt, wo wir mit der Ludwigsbahn zur Befreiungshalle gefahren sind. Die Fahrt kostete pro Person 12.- Euro, wobei der Eintrittspreis für die Befreiungshalle schon inbegriffen war. Nach der Besichtigung fuhren wir mit der Ludwigsbahn wieder zurück, es gab Bier (Radler), alte Gebäude in der Innenstadt, freundliche Mitarbeiter in der Tourist-Info und dazwischen noch ein Eis. Alles in Allem, ein schöner Tag - wenn nur die Sache mit dem Niedrigwasser nicht gewesen wäre....

Dienstag, 5. Mai - ein "japanischer" Tag...

Nun, wenn etwas nicht klappt, dann muß es ja nicht gleich schlecht sein. Von der netten Dame im Tourist-Büro hatten wir erfahren, daß man zum Kloster Weltenburg auch mit dem Auto fahren kann. Laut Google-Maps gab es dort auch einen größeren Parkplatz, also fuhren wir (ziemlich früh) dorthin.  Auf dem Parkplatz waren Wohnmobile "erwünscht", allerdings gegen eine Tagesgebühr von 4,50 Euro. Zu Fuß gingen wir Richtung Kloster und - auf einmal war es gar kein Pech mehr, dass große Schiffe nicht fahren konnten. Kurz vor dem Kloster wartete ein junger Mann mit seiner Zille auf Gäste. Wir waren bei den Ersten und fuhren dann mit 4 weiteren Personen mit dieser Zille durch den Donaudurchbruch (Weltenburger Enge). Der Fahrer war zwar jung, aber sehr engagiert und erklärte uns viele Dinge, die wir auf dem großen Schiff nie erfahren hätten. Nach der Fahrt besuchten wir noch kurz den Biergarten im Kloster und fuhren weiter.

Der nächste Halt war der Stellplatz in Donaustauf - auch hier gab es Platz für uns. Vom Stellplatz aus wollten wir eigentlich nur eine kleine Runde durch den Ort drehen - eigentlich... Wir kamen an einem chinesischen Turm vorbei und standen plötzlich vor der Walhalla, die wir uns dann natürlich anschauen mußten. Auf dem Rückweg fanden wir eine Bushaltestelle, von der aus man nach Regensburg fahren konnte. Der nächste Bus kam nur ein paar MInuten später - also rein und ab nach Regensburg - Bushaltestelle mitten in der Stadt. Wir machten einen Stadtbummel (...wenn man das so nennen kann...), kauften noch einige Kleinigkeiten ein, waren im Dom, sahen die Altstadt, die steinerne Brücke und vieles mehr, bevor wir mit dem Bus zurück nach Donaustauf gefahren sind. Dort begann es zu regnen und wir gingen zum Abendessen ins Restaurant Athen - nicht das Billigste, aber richtig gut !

Warum "japanischer Tag"?  Irgendwie war es an diesem Tag, wie man es nur von japanischen Touristen kennt: Zuerst die Zillenfahrt, dann das Kloster, zu Fuß zur Walhalla und dazu noch die Besichtigung von Regensburg - andere (normale) Leute hätten dafür eine Woche gebraucht !


Nach dem japanischen Tag sollte es mal etwas ruhiger sein.

So fuhren wir nach dem Frühstück weiter nach Vilshofen. Wir bekamen einen Stellplatz mit kostenlosem Strom, WC und Dusche, den man allerdings nur mit Paypal oder Kreditkarte bezahlen konnte. Positiv aufgefallen ist, das die Betreiberin zwischendurch immer mal wieder vorbeigeschaut hat und bei dieser Gelegenheit auch einen Kameraden zurechtgewiesen hat, der mit seinem WoMo und Hänger mehr Platz beanspruchte, als ihm zustand. Er durfte den Hänger dann draussen parken. Nach einem kleinen Stadtbummel verbrachten wir den Tag am Stellplatz. In unmittelbarer Nähe zum Platz war ein Sportflughafen - es gab also immer was zu sehen. Und - wir wollten ja einmal gemütlich machen.... Gegen 18.30 gab´s dann auch noch ein kurzes Gewitter, der Tag war gelaufen.


Tag 9 - nächste Station: Passau. Von Vilshofen aus sind es nur knapp 25 Kilometer, daher waren wir schon um 10.30 Uhr in Passau, Stellplatz an der Iltz für 18,50 Euro. Nachdem alles aufgestellt und angeschlossen war, ging´s direkt in die Stadt. Dort machten wir zur Orientierung erst einmal die 3-Flüsse-Rundfahrt mit dem Schiff. Auf dem Weg zur Innenstadt fanden wir das "alte Bräuhaus", wo wir gut gegessen haben. Nach einem kurzen Abstecher an der Iltz-Mündung gingen wir erst einmal zurück zum Wohnmobil. Später machten wir nochmal eine Runde durch den Ort und besuchten einge Plätze, die wir vom Schiff aus gesehen hatten, so auch die Inn-Mündung und den Dom. Danach waren wir noch bei DM und beim Bäcker und stellten fest, dass fast alle Geschäfte um 18 Uhr schließen. 

Gegen 20.30 Uhr machten wir nochmals eine Runde - Fotografieren zur "blauen Stunde" - auch das muß mal sein. Als es dann dunkel wurde, gingen wir zurück zum Wohnmobil und machten uns einen gemütlichen Abend.


Ein Camper hat die Österreicher entlang der Donau als "Wegelagerer" bezeichnet. Der erste Eindruck gibt ihm Recht. Zunächst einmal waren 12.- Euro Maut fällig. Dann kamen wir zur Schlögener Schlinge, wo man von einem Aussichtspunkt aus die Donauschleife sehen kann. Parkgebühr: 5 Euro für PKW, 15 Euro für Wohnmobile - wie sich der Preis zusammensetzt war nicht zu erfahren - aber das Ticket gilt für den ganzen Tag, bis 24 Uhr. Dabei passt unser Dicker auf einen PKW-Parkplatz und wir wollten eigentlich nur einen Blick aufs Wasser werfen. Alternativen gab es nicht. Notgedrungen wollte ich bezahlen, doch der Automat ließ sich nicht auf Wohnmobil umstellen - also nur 5 Euro für PKW.  Der Weg zum Aussichtspunkt war sehr steil und beschwerlich, nach ein paar Mintuten beschlossen wir, dass wir uns das nicht antun müssen. So waren wir 20 Minuten später schon wieder unterwegs - und wäre es nach den Schlögenern gegangen - 15 Euro ärmer, wobe ich die bezahlten 5 Euro schon als überzogen ansehe.

So kamen wir an unseren nächsten Stop - einer Mischung zwischen Camping- und Stellplatz neben einer alten Tennishalle in Ottensheim, etwa 10 Kilometer vor Linz. Der urige Platz war schon in die Jahre gekommen, hatte aber neue und blitzsaubere Sanitäranlagen und eine Waschmaschine. Diese benutzten wir auch, mittlerweile waren wir ja schon 11 Tage unterwegs.

Der Platz war zudem etwas abseits vom Ort, hatte ein gemütliches Lokal  und war sehr ruhig. So verbrachten wir den Nachmittag mit Waschen und Faulenzen.

Gegen Abend machten wir unsere Runde durch den Ort und zur Donau, wo es auch eine Seilfähre gab. Auch einen "Donaubus" gab es hier, ein kleines Boot, mit dem man von Ottensheim nach Linz und zurück fahren konnte.

Wir entschieden uns, mit dem "normalen" Bus nach Linz zu fahren. Die Fahrt dauerte etwa 30 Minuten und wir kamen am Bahnhof an. In der Altstadt gab es einen Flohmarkt - so einen richtigen, ohne Neuwaren und Klamotten. Wir drehten unsere Runden, tranken beim Irish Pub ein Bier und versorgten uns am Würstlstand. Um 16.13 Uhr ging unser Bus zurück, wir benutzten am Platz die schönen Duschen, gingen nochmal zur Donau und bereiteten die Weiterfahrt vor.

Sonntags dann Abfahrt zum Kloster Melk, das total überlaufen war, was nicht zuletzt an den vielen Flusskreuzfahrtschiffen lag, die dort ankerten. Wir drehten unsere Runde, regten uns über das Verhalten der jeweiligen "Reisebegleiter" auf und bekamen eine Super-Bratwurst direkt neben unserem "kostenlosen" Parkplatz.


Unsere Fahrt ging weiter, entlang der Donau durch die Wachau, durch malerische Orte bis nach Wien. Entgegen unserer Angewohnheit hatte ich diesmal 7.- Euro für die Reservierung eines Stellplatzes gezahlt, was auch gut war. Denn an diesem Sonntag war ein Marathon-Lauf in Wien und der ESC wurde auch ausgetragen, der Stellplatz war mit 167 Plätzen voll belegt. Wir kamen kurz vor 16 Uhr an und bekamen unsere Platz beim 1. Wohnmobilstellplatz Wien. Auch hier war es eine Mischung aus Stell- und Campingplatz. Ein freundlicher Platzwart begrüßte uns, erklärte uns, was wir wissen mußten UND bot mir 2 Busfahrkarten mit 3 Tagen Gültigkeit für 20.- Euro an. Natürlich habe ich dieses Angebot gerne angenommen, denn es gibt in Wien ur noch Tickets für einen oder 7 Tage - und das hätte pro Person 28.- Euro gekostet. Ausgrüstet mit unseren Fahrkarten und einigen Plänen aus der Rezeption machten wir uns auch gleich auf den Weg. Etwa 150 Meter vom Stellplatz entfernt war die U-Bahn-Station und wir stiegen in die erste Bahn ein - ein Fehler...

....nach nur einem Halt war Endstation. Nach ein paar Minuten ging es dann in die richtige Richtung und wir fuhren zum Schloß  Schönbrunn. Auf dem Vorplatz war wegen des Marathons viel los, aber im Schloßgarten war es etwas ruhiger. Wir schlenderten durch den Park zur Gloriette und wieder zurück. Da wir Hunger hatten, fuhren wir zurück zum Stellplatz. Nebenan gab es ein China-Restaurant, in dem wir gut und günstig gegessen haben. Am nächsten Tag erledigten wir zunächst ein paar  Einkäufe, dann fuhren wir mit der U-Bahn zum Karlsplatz. Natürlich mußten wir uns erst einmal orientieren und liefen einfach mal in eine Richtung. Wie sich herausstellte, war das  der Weg zum Schloß Belvedere. Kurz vor dem Schloß trafen wir auf einen Verkäufer, der uns Tickets für den "City-Hopper" verkaufte, die wir eigentlich nicht gebraucht hätten - aber was soll´s, wir leben nur einmal und wir sind wohl auch nur einmal in Wien... Nachdem wir uns Schloß Belvedere angeschaut hatten, ging es mit dem City-Hopper durch die Stadt und wir stiegen am Prater aus.

Am Prater blühten nicht nur die Bäume - es begann auch in Strömen zu schütten. Pitschnass setzten wir unsere Stadtrundfahrt fort, es ging über die Donauinsel zurück zum Startpunkt neben dem Hotel Sacher. Von dort aus gingen wir zu Fuß zum Stephansdom, ich regte mich einmal mehr über das Verhalten der Gästeführer auf, die dort unterwegs waren. Jeder versuchte, teils mit technischer Unterstützung, lauter als sein Nebenmann zu sein - in einem Gotteshaus, in dem auch Leute zum Beten waren. Mittlerweile hatte es aufgehört zu regnen, wir erkundeten Wien zu Fuß und kamen unter anderem am Mozart-Denkmal vorbei. Zwischendurch gab es  noch einen kleinen Imbiss am Hotdog-Stand: Eine "Hotdog-Bratwurst". Da wurde ein Loch ins Baquette-Brötchen gemacht, in das zuerst der Senf und dann die Wurst kam - eine saubere Sache. Wir sahen auf unserem Weg noch etliche schöne, alte Gebäude - leider weiß ich nicht, wie sie heißen, oder was darin untergebracht ist. Vor dem Rathaus liefen die Vorbereitungen für diesen ESC und es waren überall Absperrungen zu sehen. Wir fuhren zurück zum Stellplatz und es gab nochmal ein Gewitter mit viel Regen.

Nach diesem chaotischen Tag gingen wir es am Dienstag besser an. Am Vorabend planten wir bei Gewitter, was noch zu tun ist und was wir noch sehen wollen. Diesmal fuhren wir alle Strecken mit Bus und U-Bahn. So sahen wir das Sissi-Denkmal im Volksgarten, die Votiv-Kirche, das Hundertwasserhaus, den Prater (ohne Regen) und wir waren auf dem Donauturm und genossen die herrliche Aussicht. Aufgrund der Vorsaison waren am Prater nicht alle Attraktionen und Fahrgeschäfte in Betrieb, aber für uns "Provinzler" war es unglaublich, dass dieser Jahrmarkt das ganze Jahr über stattfand. Zwischendurch gab es einen kleinen Imbiss beim Café Engländer, bevor es zur Franziskus von Asisi-Kirche und der von Hundertwasser inspirierten Müllverbrennungsanlage ging.

Alles in Allem war dies ein gelungener Tag, wir hatten alles gesehen, was wir uns vorgenommen hatten UND: Wir sind dabei nicht nass geworden ! Zufrieden kamen wir nach einer Laufleistung von ca. 26.000 Schritten zurück zum Stellplatz.


Tag 15 - Mittwoch. Zunächst löste ich online die Maut für die Slowakei, bevor es nach Frühstück und Entsorgen weiterging in Richtung Bratislava. Unser Campingplatz - Zlaté Piesky - lag etwas ausserhalb und war Teil einer größeren Ferienanlage, die schon ziemlich in die Jahre gekommen war. Dafür war der Platz aber sehr sauber und wir bekamen ein 72-Std.-Seniorenticket für die Straßenbahn für 5,35 €. Bis ins Zentrum fuhren wir mit der Straßenbahn etwa 25 Minuten. Dort machten wir eine Stadtrundfahrt mit Zwischenstop am Schloß. Nach diesem ersten Eindruck gingen wir zum UFO-Tower, der sich auf dem Pfeiler einer Donaubrücke befindet. Wir hatten eine grandiose Aussicht und konnten eine sehr originelle Toilette benutzen. Danach machten wir uns auf de Suche nach der "Blauen Kirche", die wir auch in einer Seitenstraße fanden. Wir fanden auch das EUROVEA - ein 85.000 qm großes Einkaufszentrum  mit über 300 Geschäften...

Herren-Toilette 

.... bei Primark und Decathlon sind wir "fündig" geworden und fuhren voll bepackt mit dem festen Vorsatz, morgen langsam zu machen, zurück zum Campingplatz.

Donnerstag, zweiter Tag in Bratislava, Tag 16 unserer Tour: Das mit dem "langsam machen" war gestern. Wir fuhren wieder mit der Tram in die Stadt und suchten noch einige Dinge, die wir tags zuvor nicht gefunden hatten - die wir aber vom Prospekt her kannten. So waren wir am Präsidentenpalast, der von etlichen finster schauenden Wachleuten bewacht wurde, schlenderten durch die Parkanlagen hinter dem Palast und gingen dann Richtung Altstadt / Fußgängerzone.. Dort suchten und fanden wir noch den "Rausgucker", eine Bronzefigur eines Arbeiters, der aus einem Gullydeckel "rausguckt". Später ging es dann zurück zum Campingplatz. Was noch zu erwähnen wäre: Die Duschen dort waren zwar sauber, aber nur durch Vorhänge getrennt. Wer also Privatsphäre sucht, findet sie hier nicht...


Tag 17 - eine Herzensangelegenheit

Auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel - Budapest - machten wir Halt am Soldatenfriedhof Budaörs, wo mein Großvater begraben ist. Leider durfte ich ihn nie kennenlernen, er ist am 6. März 1945 mit nur 34 Jahren in einem Lazarett in Budapest gestorben. Vor einigen Jahren wurden die Gefallenen mehrerer Friedhöfe umgebettet. Da seine Überreste nicht eindeutig zuzuordnen waren, wurde er im Grabfeld der Unbekannten bestattet. Er hinterließ Frau und Tochter - meine Mutter...

Wieder einmal wurde mir die Sinnlosigkeit von Kriegen bewusst, bei denen immen nur die Kleinen verlieren.


Budapest - unsere nächste Station und vorläufiges Ziel unserer Fahrt entlang der Donau. Wir fanden einen Platz bei "Haller-Camping", einem kleinen, heruntergekommenen Campingplatz am Stadtrand. Das Info-Material, das wir beim Einchecken erhielten, bestand eigentlich nur aus Werbung. Nur eine Information war uns nützlich, dass Senioren aus EU-Ländern, die mindestens 65 Jahre alt sind, umsonst mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren dürfen - das war doch mal was ! Das Wetter war nicht so besonders, trotzdem fuhren wir mit der U-Bahn in die Innenstadt, verschafften uns einen ersten Eindruck und gingen zu Fuß über die Kettenbrücke zur anderen Donauseite. Immer wieder gab es kurze Regenschauer und weil wir Hunger hatten, kauften wir uns an einem Hot-Dog-Stand zwei Hot-Dogs. Zugegeben, sie waren riesengroß und der Verkäufer war stink-freundlich - ABER: Wir zahlten dafür 15.000 Forint - umgerechnet 41 Euro. Nun wußten wir, wo wir gelandet sind. Die Preise im Zentrum sind dem Tourismus angepasst und völlig überzogen !

Budapest - na ja.... Die Spuren des Ostblocks sind noch deutlich sichtbar, viele Häuser und Geräte sind alt und heruntergekommen. Im Zentrum herrscht Kommerz pur, alle paar Meter gibt es Ticketstände für irgendwelche Rundfahrten und Führungen - die Verkäufer sind auch ziemlich aufdringlich. Auch unser Campingplatz stammt offenbar auch noch aus der genannten Zeit, alles funktioniert zwar, aber es ist eben in die Jahre gekommen. Dafür zahlten wir über 50.- Euro pro Nacht und das mit ASCI-Rabatt von 20%. Ach ja - Budapest war die einzige Stadt auf unserer Tour, in der wir in der U-Bahn kontrolliert wurden - und das bei jeder Fahrt ! Am nächsten Tag, nach einer regnerischen Nacht, fuhren wir nochmal ins Zentrum. Irgendwie mochte uns dieses Budapest nicht - zugegeben, wir mochten es auch nicht - spätestens nach den 41-Euro-Hot-Dogs. Immer wieder gab es  Regen, wir liefen auf der gegenüberliegenden Donauseite zum Parlament, das man ja gesehen haben muß und wieder zurück auf "unsere Seite". Mittlerweile regnete es stärker und wir fuhren zurück zum Campingplatz - der Tag war gelaufen - Budapest auch.


Sonntag, 17. 5. - Tag 19: Bei anhaltendem Regen fuhren wir ab in Richtung Balaton. Die erste Station war der kleine Ort Tapolca, dort sollte es unterirdische Seehöhlen geben. Zu unserer Überraschung fanden wir einen kostenlosen Übernachtungsplatz, von dem aus wir uns auf die Suche nach diesen Höhlen machten. Der Eingang lag völlig unscheinbar neben einem Souvenirgeschäft - wir sind erst einmal vorbeigelaufen... Aber es hat sich gelohnt. Mitten im Ort befinden sich diese Höhlen unter den Häusern, im Besichtigungspreis war auch eine Kahnfahrt inbegriffen - rudern mußten wir allerdings selbst. Im Kiosk nebenan kauften wir noch ein paar Kleinigkeiten - und siehe da, alles zu normalen Preisen. Wir drehten noch eine Runde durch den sehr sauberen Ort, der Regen hatte aufgehört, nur der Wind nicht. Abendessen gab es dann in einer kleinen Pizzeria - sehr lecker, freundliche Bedienung, moderate Preise.

Eigentlich hat es uns in Tapolca gefallen, aber wir wollten mal wieder Wasser sehen.

So fuhren wir am nächsten Morgen weiter zum Balaton nach Balatongyörök - fragt mich bitte nicht, wie man das ausspricht. Die Rezeption vom Campingplatz war bei unserer Ankunft noch geschlossen, deshalb haben wir vor dem Platz geparkt und uns erst einmal umgesehen. Zugegeben, es gab nichts Besonderes hier - aber es war ruhig und direkt am See, mehr wollten wir ja nicht. Nach dem Einchecken fuhren wir mit dem Rad einige Kilometer nach Rechts und Links, auch dort war nichts Nennenswertes, außer, dass es viele Seebäder gab, die in der Vorsaison noch geschlossen, bzw. kostenlos zugänglich waren. Wie gesagt - mehr wollten wir auch nicht. Wir schauten den Fischern zu, tranken zwischendurch mal einen Radler oder zwei und aßen gut und günstig bei Mòló Bisztro - perfekt. Zum Sonnenuntergang kamen wir nochmal zum Steg und verbrachten eine ruhige Nacht.

Auf den meisten Campingplätzen findet man ihn - DEN Camper, der alles weiß, der schon alles erlebt hat, der schon seit 20 Jahren auf diesen Platz kommt - und der das jedem gerne lautstark mitteilt... Auch hier gab es einen solchen Typen, er kam sogar aus der Pfalz. "Ich komm jetzt schunn iwwer 20 Johr doher, frieher als mit em Wohnmobil unn emme 7-Meterfuffzisch longe Wohnwaa fa die Kinner hinnedroo" erzählte er seinem Nachbarn, einem Neucamper, der fasziniert zuhörte. Der hatte sein Wohnmobil vor einem Jahr für 60.000 Euro gekauft und bar bezahlt. "Ich hab moins nadierlich aach bar bezahlt - wonn ich kää Geld hab, donn kaaf ich nix" kam dann zurück. Irgendwie machte es Spaß, den Beiden zuzuhören, dabei sammelte unser Camper auch gerne herumliegende Pfandflaschen...

Eigentlich wollten wir am Balaton nur faulenzen, was uns aber nur teilweise gelungen ist. Vom Strand aus sahen wir zwei Aussichtstürme und beschlossen, mit dem Rad an den nähergelegenen Turm zu fahren. Natürlich haben wir eine Abzweigung verpasst und sind zum zweiten, weiter entfernteren Turm gefahren. Der Weg war steinig und steil, dank Strom-Unterstützung sind wir aber doch hochgekommen. Es hat sich gelohnt, vom Turm aus hatten wir eine Super-Aussicht über die ganze Region. Der Rückweg gestaltete sich einfacher und wir verbrachten den restlichen Tag am See.

Abends waren wir nochmal im Mòló Bisztro, danach packten wir langsam unsere Sachen um weiterzufahren.

Kurzfristig entschieden wir, nicht über Italien, sondern über Österreich zurückzufahren, also noch eine Online-Maut.


Unterwegs Richtung Österreich wollten wir nochmal tanken. Auf der Anzeigetafel war der Dieselpreis mit 615 HUF angegeben, eigentlich recht günstig. Allerdings kostete Diesel dann an der Zapfsäule 740 HUF, also tankten wir nur ein paar Liter, um nach Österreich zu kommen - fair ist anders...

Da waren sie wieder, die österreichischen Wegelagerer. Wir hatten bereits online 12.- Euro Maut für 10 Tage bezahlt. Trotzdem mußten wir auf dem Weg nach Graz noch einmal 7.- Euro und einmal 12.- Euro an zusätzlicher Maut für irgendwelche Tunnels bezahlen. Irgendwie kann ich das nicht verstehen, gerade wenn ein Land vom Tourismus lebt...

 In Graz standen wir wieder beim 1. Wohnmobilstellplatz. Preise, Ausstattung und Service, wie in Wien. Wir fuhren mit dem Bus in die Stadt, dann mit dem Lift hoch zum Schloßberg, drehten noch eine Runde durch die Innenstadt, mehr brauchten wir in Graz nicht. Nach einigen entspannten Tagen in Bratislava, Budapest und am Balaton bot sich hier auch wieder das "vertraute Stadtbild". Einen zweiten Tag in Graz brauchten wir nicht, daher fuhren wir weiter, Richtung München mit Zwischenstop in Braunau/ Inn.  Dort wurde ja ein gewisser "Adolf Schickelgruber" geboren - eine Bürgerinitiative verlangt doch tatsächlich, dass man das Geburtshaus, das mittlerweile in städtischem Besitz ist, abzureißen... Als wenn ein Haus etwas dafür könne, wer dort gewohnt hat - oder geboren wurde...

 

Bis nach München war es noch ein gutes Stück, daher beschlossen wir spontan, noch eine Nacht in Altötting zu verbringen. Dort gab es einen kostenlosen Stellplatz incl. Entsorgung und es war ziemlich ruhig. Wir schauten uns die vielen Kirchen und Kapellen des Wallfahrtsortes bei schönem Wetter an und landeten schließlich bei Italiener zum Abendessen.

Die Nacht verlief ruhig und wir konnten ausgeruht unsere Fahrt fortsetzen.


Tag 24 - München - Stellplatz dahoam an der Allianz-Arena. Wir lösten ein 3-Tages-Ticket für ÖPNV und einige ermäßigte Eintritte (49.- für 2 Pers.) und machten uns mit der U-Bahn auf in die Stadt zum Marienplatz. Erste Adresse: Viktualienmarkt, Leberkas-Semmel essen. Dann fuhren wir mit der S-Bahn zu den Drehorten der Serie "Himmel, Herrgott, Sakrament", den Kirchen St. Korbinian und St. Margaret. Später fuhren wir dann wieder zum Marienplatz und verbrachten einige Zeit im Biergarten am Viktualienmarkt. Zu Fuß ging es dann durchs Isator zum Deutschen Museum und später dann zur Eisbachwelle, wo wir den Surfern zuschauten, die dort eigentlich immer sind. Danach machten wir noch eine Runde am Odeonsplatz und fuhren dann mit der U6 zurück zur Arena.

Am nächsten Morgen besuchten wir zunächst den Fanshop in der Allianz-Arena. Danach fuhren wir mit U-Bahn und Bus zur Säbener Straße und schauten uns das FC Bayern-Gelände an. Dann ging es nochmal zum Viktualienmarkt in den Biergarten. Wie am vergangenen Tag gab es Radlermass und Leberkas. Dann schauten wir uns noch in der Fußgängerzone um, waren am Stachus und an Hitlers ehemaligem Wohnhaus, wo heute eine Polizeiwache untergebracht ist. Auf der Rückfahrt stiegen wir eine Station vor der Allianz-Arena aus und kehrten im "Arena-Treff" ein. Meine Bestellung nach einem Bier wurde mit der Frage "Mogst a Mass" beantwortet - so ist München. Es gab Schnitzel mit Schinkennudeln und mit Kasspatzen - nicht alltäglich, aber verdammt gut. Nach dem Essen ging´s zurück zur Arena, im Fernsehen lief das DFB-Pokal-Endspiel, das Bayern natürlich gewonnen hat. Während des Spiels war das Gas alle - ausnahmsweise mal nicht nachts bei Regen...

Nächster Tag - Camping-Idylle morgens um 9 Uhr. Wohnwagen und Wohnmobile stehen überall verstreut auf dem Parkplatz, viele Leute sitzen beim Frühstück unter der Markise, Kinder tollen herum, auch der eine oder andere Vater ist am Ballspiel beteiligt. Andere Camper rüsten sich für ihre Radtour und wieder andere sind mit Kulturbeutel und elektrischer Zahnbürste unterwegs zum Sanitärraum - so stellen sich Viele echtes Camping vor. ABER - das alles spielte sich nicht auf einem Campingplatz, sondern auf dem Parkplatz der Allianz-Arena ab, der großzügiger Weise als Wohnmobilstellplatz zur Verfügung gestellt wird. Normalerweise parken hier Busse an Spieltagen oder eben an anderen Tagen, um Tagesgäste zur Arena zu bringen. Das "Santiärgebäude" ist übrigens die Parkplatz-Toilette, in der es ganze 3 Waschbecken gibt. Die auf dem Platz aufgestellten Mülleimer quollen über (obwohl sie täglich geleert werden) und überall sind Kabel oft auf abenteuerliche Weise für den kostenlosen Strom verlegt.  Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis das Alles von den Betreibern eingestellt wird. Leute wie wir sind dann die Dummen.

Sonntag, Tag 26: Heute mal langsam - das war der Plan. Mit der U-Bahn fuhren wir zum Schloß Nymphenburg und machten einen Spaziergang durch den Schloßpark. Danach ging es mit Bus und Bahn zum englischen Garten und kehrten im Biergarten am Chinesischen Turm ein. Dann gingen wir zu Fuß nochmal zum Eisbach und schauten dem Treiben dort zu. Trotz ausdrücklicher Verbotsschilder waren hunderte Leute im Wasser und ließen sich mit dem schnell fließenden Eisbach treiben. Auch die Surfer waren wieder an ihrer Welle unterwegs, überhaupt waren überall Menschen zu sehen, die sich die Zeit mit Spielen oder Schwimmen vertrieben. Auf dem Rückweg wollten wir nochmal zum Arena-Treff, der aber sonntags geschlossen hat. So haben wir 200 Meter weiter im Restaurant Mykonos gut gegessen.


Montag - eigentlich wollten wir noch eine Nacht in München bleiben, aber das Verhalten der anderen "Camper" hatte uns genervt. Außerdem war unser 3-Tages-Ticket abgelaufen und wir hatten eigentlich alles gesehen, was wir uns vorgenommen hatten und waren zudem das erste Mal ohne Regen in München unterwegs. So beschlossen wir, noch eine Nacht in Dachau zu bleiben und "Wolfi´s Kneipe" aus den Eberhofer-Filmen zu suchen. Außerdem soll Dachau eine schöne Altstadt haben. ABER: Aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen war der komplette Ortskern gesperrt - und somit auch der Weg zu 2 Stellplätzen. Alle Umleitungen führten entweder in Sackgassen oder zu einer Unterführung mit 2,70 Metern Höhe - keine Chance für uns.     Also gingen wir Tanken und fuhren weiter nach Augsburg. Auf einem für 20 Mobile angelegten Stellplatz standen großzügig etwa 15 Mobile und wir konnten mit Glück gerade noch in einer Lücke stehen. Der Platz direkt an der Wertach kostete 10.- Euro/Nacht. Der Weg in die Innenstadt war dürftig ausgeschildert, wir haben ihn trotzdem gefunden. Wir schauten uns einige Tore, das Rathaus und die Fuggerei an, tranken zwischendurch mal ein Bier und gingen schließlich zzurück zum Wohnmobil. Da es unser letzter Tag und ziemlich heiß war, haben wir nicht gekocht, sondern im benachbarten Steakhouse richtig gut und teuer gegessen.

Am Dienstag, 26.Mai, unserem 28. Tag machten wir uns auf den Heimweg, auf dem es außer einem kleinen Stau nichts bewegendes mehr zu berichten gab.